Bonn

  • Kreisfreie Großstadt am Rhein, im Süden Nordrhein-Westfalens
  • Mit 313.000 Einwohnern eine der 20 größten Städte Deutschlands
  • Anteil Kinder und Jugendliche an der Gesamtbevölkerung: 17,6 Prozent

Die Stadt Bonn widmet sich insbesondere dem Thema Radverkehr in der Stadt schon jetzt ausführlich und bezieht dabei auch die Belange von Kindern mit ein: Seit 2005 beschäftigen sich im „Runden Tisch Radverkehr“ drei Arbeitskreise regelmäßig mit dem Thema Verkehrssicherheit/Mobilität/Kinder und Jugend. Seit 2012 gibt es zusätzlich eine interne Ämterrunde, die regelmäßig tagt und alle Themen im Bereich Radverkehr mit den beteiligten städtischen Ämtern diskutiert und bearbeitet. Im Rahmen des Fahrradstraßenkonzeptes der Stadt spielt die eigenständige Mobilität der Rad fahrenden Schülerinnen und Schüler eine wichtige Rolle. Und beim jährlichen Radaktionstag steht die Radverkehrssicherheit ganz oben auf der Agenda. Zusätzlich gibt es einen eigenen Arbeitskreis „Mit dem Rad zur Schule“. Der Arbeitskreis hat einen „Schulwegberater“ erarbeitet, der nun allen Bonner Schulen zur Verfügung steht.

Neben dem Engagement für den Radverkehr sorgt die Stadt Bonn auch durch Projekte wie das „Soziale Stadt-Quartier Neu-Tannenbusch“ für ein Umfeld, das zum Spielen im Freien einlädt: In dem Stadtteil ist vorgesehen, mit sinnvollen Verkehrskonzepten neuen Platz für Spiel- und Aufenthaltsorte zu schaffen.

Die Stadt Bonn möchte, dass sich die Ziele der Kampagne „Mehr Freiraum für Kinder – ein Gewinn für alle!“ in den Köpfen der Menschen und in der Stadtverwaltung verankern und automatisch bei allen Maßnahmen mitgedacht werden. Kinderthemen und die Interessen von Kindern einzubeziehen soll in Bonn selbstverständlich sein.

Um die Kampagne und ihre Ziele verstärkt nach außen und nach innen abzubilden, wünscht sich die Stadt ein Gebiet oder Projekt, das als konkretes Beispiel dienen und auch auf andere Bereiche übertragen werden kann. Bonn möchte damit zeigen: Sich für mehr Freiräume für Kinder stark zu machen bringt einen Gewinn an Lebensqualität für alle Bonnerinnen und Bonner.

Die Stadt am Rhein setzt sich außerdem zum Ziel, bereits vorhandene Projekte als Anknüpfungspunkte zur Kampagne zu nutzen und damit konkret auf ihre Ziele hinzuarbeiten.

Der Workshop fand am 10.03.2016 im Stadthaus Bonn statt. Unter den insgesamt 23 Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren Akteure aus verschiedenen Dachbereichen. Unter anderem waren das Amt für Kinder, Jugend und Familie, das Amt für Stadtgrün, der Jugendring, der Kinderschutzbund, das Tiefbauamt sowie die Polizei Bonn vertreten. Außerdem standen den Bonnern zwei Mitarbeiter des Planungsbüros STADTKINDER unterstützend und beratend zur Seite.

Zu Beginn verschafften sich die Teilnehmer einen Überblick über die bereits vorhandenen Projekte der Stadt Bonn und stellten ihre Relevanz im Bezug auf mögliche Schnittstellen mit der Kampagne „Mehr Freiraum für Kinder – ein Gewinn für alle!“ dar. So entstand eine Liste mit insgesamt 15 relevanten Projekten, die durch eine Abstimmung noch einmal priorisiert wurden. Die drei Projekte mit der höchsten Punktzahl wurden für die anschließenden Thementische übernommen: Hol- und Bringzonen, Mobilitätskonzept Nordstadt und das Beteiligen von Jugendlichen an der Gestaltung öffentlicher Grünräume.

Die Mitglieder des Thementisches für Hol- und Bringzonen waren sich einig, dass die erste Priorität darauf liegt, Kindern das zu Fuß gehen und Radfahren zur Schule zu ermöglichen. Hol- und Bringzonen sind vor allem an Einrichtungen wichtig, in deren Umgebung die Verkehrssituation besonders ungünstig ist.

Für die Bonner Nordstadt entwickelte der Thementisch Ideen für Aktionen, um die Ziele der Kampagne „Mehr Freiraum für Kinder – ein Gewinn für alle! “ öffentlichkeitswirksam zu verdeutlichen: Veranstaltungen wie der „Parking Day“ oder das Kirschblütenfest können Anlässe bieten, die Ziele der Kampagne in symbolischen Aktionen zu verdeutlichen.

Der dritte Thementisch hob öffentliche Plätze in ihrer Bedeutung als Aufenthaltsräume für junge Stadtbewohner hervor. Im Vordergrund standen daher Methoden, mit denen die Mitarbeiter der Stadtverwaltung für die Interessen von Kindern und Jugendlichen sensibilisiert werden. Kinder und Jugendliche aktiv an Projekten zu beteiligen war dabei ein wichtiger Aspekt.

Zu allen drei Themen erarbeiteten die Teilnehmenden konkrete Schritte und bestimmten, welche Akteure einbezogen werden müssen. Denn das übergeordnete Ziel des Workshops war es, Kinderthemen in den Köpfen aller Beteiligten dauerhaft zu verankern – in der Stadtverwaltung, der Politik und bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der Stadt. In allen Bereichen zeigten sich vielfältige Verknüpfungspunkte mit der Kampagne.

Das Konzept der Stadt Bonn kann hier heruntergeladen werden.

Stadt Bonn, Amt für Kinder, Jugend und Familie

Andrea Koors

St. Augustiner Straße 86

53225 Bonn

Tel.: 0228/775879

Email: andrea.koors@bonn.de; marlies.koch@bonn.de