Bornheim

  • Drittgrößte Stadt des Rhein-Sieg-Kreises, zentral gelegen zwischen Köln und Bonn.
  • Rund 48.000 Einwohner

Um die Gesundheitsförderung und Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in der Kommune mehr in den Fokus zu rücken, hat sich die Stadt Bornheim bereits im Jahr 2007 gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf den Weg gemacht und die Zertifizierung als erste GUT DRAUF Kommune Deutschlands im Jahr 2010 erhalten. Auch heute noch haben die Gesundheitsförderung und die Förderung der Entwicklung junger Menschen in der Stadt Bornheim einen sehr hohen Stellenwert.

In Bornheim finden jährlich Kinder- und Jugendforen statt, bei denen Kinder und Jugendliche ihre Wünsche und Vorschläge für die Stadt gemeinsam erarbeiten. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass die jungen Bewohner in Bornheim sich mehr Sicherheit auf Schul- und Freizeitwegen und mehr Freizeitmöglichkeiten wie beispielsweise einen Park oder eine Wiese zum Spielen wünschen.

Die Stadt Bornheim möchte auch weiterhin positive Rahmenbedingungen für Kinder, Jugendliche und Familien in der Stadt schaffen, um mehr Lebensqualität und gute Lebensbedingungen für die Bürgerinnen und Bürger zu erzielen.

Das Kinder- und Jugendparlament der Stadt Bornheim kann bei der Analyse und Umsetzung geeigneter Maßnahmen unterstützen, die sichere Schulwege und mehr Freiräume für Kinder schaffen.

Der Auftaktworkshop fand am 02. Februar 2017 im Rathaus Bornheim statt. Neben dem Bürgermeister waren unter den insgesamt 20 Teilnehmenden die Mitarbeiter verschiedener städtischer Ämter sowie Vertreter politischer Fraktionen. Auch die Leiterin des Jugendamtes und die Abteilungsleiterin Schulen sowie ein Sachbearbeiter der Polizei Bonn und ein interkommunaler Klimaschutzmanager waren anwesend. Unterstützend und beratend standen den Teilnehmenden zwei Mitarbeiterinnen des Planungsbüros STADTKINDER zur Seite. Ziel des Workshops war es, gemeinsam Themen, Qualitäten und konkrete Projekte für die Umsetzung der Kampagne „Mehr Freiraum für Kinder. Ein Gewinn für alle!“ in Bornheim zu erarbeiten. Um den Teilnehmenden einen Überblick über die möglichen Themenfelder der Kampagne zu geben, hielt Frau Lehmann vom Planungsbüro STADTKINDER dazu eine anschauliche Präsentation. Die Teilnehmenden erstellten im Anschluss eine Liste mit bereits bestehenden, aktuellen und geplanten Projekten. Daran anknüpfend stimmten sie darüber ab, welche Qualitätsziele aus den Bereichen Verkehr und Mobilität, Grün- und Freiräume, Spiel und Sport, Wohnumfeld und öffentlicher Raum sowie Beteiligung von jungen Menschen ihnen für Bornheim besonders wichtig sind. Zu den Qualitätszielen mit den meisten Stimmen gehörten:

  • Lücken im Rad- und Fußwegenetz schließen
  • Die Fahrradmobilität von Kindern und Jugendlichen stärken
  • Uferbereiche von Flüssen, Bächen und offenen Gewässern teils bespielbar gestalten eine Vielfalt an Teilräumen mit unterschiedlichem Charakter anbieten
  • Die Nutzung des öffentlichen Raumes durch Jugendliche zulassen sowie Spiel und Aufenthalt von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen auf Plätzen zulassen
  • Generationsübergreifende Ansätze und Formate der gemeinsamen Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und Senioren entwickeln

In Kleingruppen erarbeiteten die Teilnehmenden anschließend, wie man die Qualitätsziele mit bereits bestehenden Projekten in Bornheim verbinden kann. Sie entwickelten außerdem auch neue Projekte und Ideen, wie die Kampagne auch für die Bevölkerung in Bornheim sichtbar werden kann. Zu den Ideen gehörten u.a. Lernpfade an Schulwegen, Aktionstage- und Wochen und temporäre Straßensperrungen, die Neugestaltung eines Aufenthaltsplatzes am Sechtemer Wäldchen, eine Spielwiese in Merten sowie ein Spielplatzworkshop mit Anwohnern in Neubaugebieten. Besonders wichtig war den Teilnehmenden auch die Schulwegsicherheit.

Workshop zur Schulwegsicherheit

Am 10. Oktober 2017 fand in Bornheim ein Workshop zur Schulwegsicherheit statt. Daran nahmen u.a. LehrerInnen und ElternvertreterInnenen sowie MitarbeiterInnen des Straßenverkehrsamtes, der Polizei Bonn und derJugendpflege teil. Frau Hüls und Frau Lehmann vom Planungsbüro STADTKINDER standen den Teilnehmenden beratend zur Seite.

Ziel des Workshops war es, die Probleme an den Grundschulen in Bornheim zu benennen und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln. Der Austausch zu Erfahrungen und positiven Beispielen stand dabei im Vordergrund.

Im Plenum tauschten sich die Teilnehmenden zunächst darüber aus, welche Probleme aktuell im Verkehr rund um die Grundschulen bestehen. U.a. wurde klar, dass an einigen Stellen die Bürgersteige fehlen oder zu schmal sind, dass Bushaltestellen nicht deutlich ausgewiesen sind und dass es an Radwegen und einem Radwegenetz fehlt. Generell führt das hohe Verkehrsaufkommen verschiedener Verkehrsteilnehmer häufig zu chaotischen Verhältnissen vor den Schulen.

Auch erste Ideen zu Lösungsansätzen entwickelten die Teilnehmenden gemeinsam und hielten fest, was bereits umgesetzt wird.

Zusätzlich gab Frau Lehmann vom Planungsbüro STADTKINDER Input zu weiteren möglichen Lösungsansätzen.

Die Teilnehmenden einigten sich dann auf Themenbereiche, die weiter konkretisiert werden sollen. Im Rahmen der Kampagne wird die Stadt ein gesamtstädtisches Konzeptes erstellen. Darin wird sie das Thema Schulwegsicherheit aufgreifen und Ideen aus dem Workshop einfließen lassen.

Der Verstetigungsworkshop fand am 14.12.2017 im Rathaus Bornheim statt. Unter den insgesamt 13 Teilnehmenden waren neben dem Bürgermeister Herrn Henseler sowie zwei Beigeordneten die MitarbeiterInnen verschiedener städtischer Ämter, u.a. vom Jugendamt, vom Umwelt- und Grünflächenamt sowie von der Verkehrsbehörde. Frau Wiegand vom Zukunftsnetz Mobilität NRW sowie Frau Schulte und Frau Hüls vom Planungsbüro STADTKINDER standen den Teilnehmenden beratend zur Seite.

Zunächst einmal warfen die Teilnehmenden einen Blick auf die Qualitätsziele, die sie beim Auftaktworkshop im Februar 2017 als besonders wichtig erachtet hatten. Im Anschluss betrachteten sie die aktuell laufenden Projekte und hielten Vereinbarungen zur weiteren Vorgehensweise fest.

Dabei ging es u.a. um folgende Schwerpunktthemen:

  • Bewegungsfläche MertenFür die Bewegungsfläche in Merten führte die Stadt im Juni 2017 eine Beteiligung durch. Daran nahmen Vertreter des Jugendparlaments, Vertreter der Stadt Bornheim sowie der Bürgermeister teil. Im Anschluss konnte die Fläche mit einem geringen Investitionsaufwand nutzbar gemacht werden. In Zukunft sollen die vorhandenen Angebote deutlicher kommuniziert und sichtbar gemacht werden. Dabei können das Jugendparlament sowie die Streetwork eingebunden werden. Auch temporäre Aktionen sollen auf der Fläche stattfinden.
  • Workshop SchulwegsicherheitDie Stadt möchte neben den Schulen auch die Eltern für das Thema Schulwegsicherheit sensibilisieren. Grundsätzlich waren sich die Teilnehmenden einig, dass sowohl bauliche Maßnahmen als auch temporäre Aktionen ineinander greifen und von Verwaltung, Schulen und Eltern gemeinsam begleitet werden sollen.
  • Spielstraße auf ZeitFür die Umsetzung des kunterbunten Spielenachmittags hat die Stadt eine Straße gesperrt und in eine temporäre Spielstraße verwandelt. Da die sehr großen Anklang fand, soll die Aktion auch in Zukunft weitergeführt werden.
  • WeltkindertagDen Weltkindertag im Mai 2018 möchte die Stadt für eine nächste Aktion zum Thema „Mehr Freiraum für Kinder“ nutzen. Dazu können die Materialien der Kampagne verwendet werden.

Das Konzept der Stadt Bornheim befindet sich aktuell in der Abstimmung und wird bald hier zu lesen sein

Stadt Bornheim, Amt 4.3 Jugendpflege Julia Tomkins Brunnenallee 31 53332 Bornheim Tel.: 02222 / 94375416 Email: Julia.Tomkins@Stadt-Bornheim.de