Essen

  • Kreisfreie Großstadt im Zentrum der Metropolregion Rhein-Ruhr
  • Mit knapp 585.000 Einwohnern viertgrößte Stadt des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Anteil Kinder und Jugendliche an der Gesamtbevölkerung: 15,3 Prozent

Schon vor über 25 Jahren hat die Stadt Essen per Ratsbeschluss das Ziel „Essen. Großstadt für Kinder“ zur Grundlage ihres Handelns gemacht und in der Verwaltung verankert. Damit hat sich die Stadt klar positioniert: Sie möchte sich kinderfreundlich entwickeln. Mit diesem Ziel vor Augen hat sie bereits viele Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehört ein Kinderbüro mit 2 MitarbeiterInnen, das organisatorisch zum Jugendamt, Kinder- und Familienbüro, gehört.

Im Rahmen der Dienstanweisung „Verfahren kinderfreundliche Stadt“ ist das Kinderbüro bei kinderrelevanten Maßnahmen zu beteiligen. Das gilt auch für Maßnahmen der Bauausführung: Wege, Plätze, Straßen und Radwegebau. Seit 1997 ist es vorgesehen, dass sämtliche Neuplanung von Straßen, Radwegen, Plätzen und ÖPNV-Haltestellen dem Kinderbüro für eine „Kinderfreundlichkeitsprüfung“ vorgelegt werden.

In Zusammenarbeit mit Grün und Gruga entstand eine Spielraumanalyse, die Aussagen über jeden Stadtteil ermöglicht, wie diese im Hinblick auf Freiräume und Spielmöglichkeiten für Kinder ausgestattet sind.

Sowohl vergangene als auch aktuelle Projekte sind thematisch eng mit der Kampagne „Mehr Freiraum für Kinder – ein Gewinn für alle!“ verknüpft. Neben insgesamt 210 Tempo 30- Zonen gibt es in Essen Projekte in Kooperation mit dem Kompetenzteam Mobilität, der Mobilität-Werk-Stadt Metropole Ruhr sowie mit der Klimaagentur Essen und der Kinderstiftung Essen.

Außerdem ist Essen „Grüne Hauptstadt 2017″ – das ermöglicht es der Ruhr-Metropole, Projekte umzusetzen und zu finanzieren und sie mit der Kampagne „Mehr Freiraum für Kinder – Ein Gewinn für alle!“ zu verknüpfen.

Sondierungsgespraech Essen

Zum einen möchte die Stadt bereits bestehende Projekte mit der Kampagne „Mehr Freiraum für Kinder – Ein Gewinn für alle!“ verknüpfen und so Synergien zwischen den Projekten herstellen. Damit kann sie das Leitziel „Essen. Großstadt für Kinder“ weiter voranbringen. Zum anderen stehen bestimmte Einzelprojekte im Fokus: Im Stadtteil Rüttenscheid gibt es besonders viele Schulen. Deshalb sollen dort exemplarisch Hol- und Bringzonen für Eltern entstehen, die ihre Kinder auf dem Weg zur Schule begleiten. Andere Stadtteile wiederum bieten noch zu wenige Spielflächen – damit auch dort Malkreide und Ballspiele ausgepackt werden können, sind temporäre Spielstraßen als alternativer Spielort angedacht.

Am 02.06.2016 und am 15.06.2016 planten die beteiligten Mitarbeiter der Stadtverwaltung mit der Unterstützung des Planungsbüros STADTKINDER konkrete Projekte zur Umsetzung der Kampagne „Mehr Freiraum für Kinder – ein Gewinn für alle!“ in Essen.

Beim ersten Beratungsgespräch wurden zunächst die wichtigsten Projekte festgelegt:

  • Das Konzept der Elternhaltestellen soll mit den Schulwegchecks sowie dem Projekt „GutGemischtMobil“ der Mobilitäts-Werk-Stadt verbunden werden. Einige Schulen haben bereits ihre Teilnahme zugesagt.
  • Der Schwerpunkt der Kampagne soll in Essen auf der Konzipierung der Spielstraßen auf Zeit liegen. Essen möchte das Konzept so vorbereiten, dass interessierte Anwohner die Umsetzung leicht beantragen können und gebündelt alle Informationen vorfinden. Das Konzept soll den Kinderbeauftragten, den Bezirksvertretungen und dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Stadtplanung als Multiplikatoren zur Kenntnis und zur Bewerbung gegeben werden.Für die Pilotaktion im September ist es das Ziel, engagierte Anwohner zu finden, die ein Interesse daran haben, eine Spielstraße auf Zeit anzustoßen.
  • STADTKINDER empfiehlt eine thematische Einbindung in die Grüne Hauptstadt Europas 2017. Es bietet sich an, die Kampagnen-Inhalte Bewegung und Mobilität mit dem Leitthema „Meine Wege in der Stadt“ zu verknüpfen. Ziel sollte es sein, neben den Verkehrsräumen auch die Grün- und Freiflächen stärker zu qualifizieren.

Das Konzept der Stadt Essen befindet sich aktuell in der Abstimmung und wird bald hier zu lesen sein.

Stadt Essen, Umweltamt

Ute Zeise

Am Porscheplatz 2

45121 Essen

Tel.: 0201/8859201

Email: ute.zeise@umweltamt.essen.de