Mal mal wieder auf der Straße!

NRW-Kampagne will mehr Raum für Kinder im städtischen Alltag

  • Minister begrüßt Kinder
  • Kinder hören Minister zu
  • Straßenraum zurückerobern: Dortmund zeigt, wie es gehen kann.
  • Robert Sedlak und OB Geisel
  • Podium
  • Auf der Straße malen, spielen, Freunde finden: Das ist wichtig für die Entwicklung von Kindern.
  • Prof. Meyer erklärt, was eine bespielbare Stadt bieten muss.
  • Bälle für Kampagnenstartschuss
  • Wand aus Pappkartons

„Wir reden seit Jahrzehnten über Kinderfreundlichkeit! Aber das Naheliegende packen wir nicht an.“ Für Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Thomas Groschek heißt das:  Wir müssen gleich vor der Haustür Platz für Kinder schaffen. Über 50 Vertreterinnen und Vertreter nordrhein-westfälischer Kommunen waren am 3. September 2014 angereist, um sich von Groschek eine  Kampagne vorstellen zu lassen, die genau hier ansetzt. Der beim Ministerium angesiedelte Arbeitskreis Verkehrssicherheit hatte dazu in die Düsseldorfer Jahnstraße geladen, die für einen halben Tag zur Spielstraße umfunktioniert wurde.

Schülerinnen und Schüler der benachbarten Regenbogenschule brachten gemeinsam mit dem Minister mit knallbunten Bällen eine symbolische Barriere aus Pappkartons zu Fall. So wurde das große Kampagnen-Logo freigelegt: „Mehr Freiraum für Kinder. Ein Gewinn für alle!“ Düsseldorfs neuer Oberbürgermeister Thomas Geisel versprach, sich während seiner Amtszeit in Düsseldorf für die Kampagnenziele stark zu machen.

Zahlreiche Expertinnen und Experten aus der kommunalen Praxis zeigten in einer Podiumsdiskussion und im persönlichen Austausch an Thementischen konkrete Möglichkeiten auf, wie Städte kinderfreundlicher werden können. Das Spektrum reichte von der „bespielbaren Stadt“ Griesheim bis zur Aachener „Kindercheckliste“ für größere Bauvorhaben. Der frühere Darmstädter Hochschulprofessor Bernhard Meyer nahm Kinder und Erwachsene mit auf einen Streifzug durch die Jahnstraße und zeigte auf, wie wichtig eine direkte Einbindung der Kinder in Planungsvorhaben ist. Von einer kinderfreundlichen Straßen- und Wegegestaltung profitieren aber alle Bevölkerungsgruppen: In Zeiten des demografischen Wandels sind Kletterbäume für Kinder ebenso wichtig wie Mäuerchen, auf die sich ältere Menschen auch mal zum Ausruhen setzen können.

Auch wenn NRW die Selbstverwaltung der Kommunen respektiere, werde das Land bei finanziellen Unterstützung jene Kommunen bevorzugen, die Kindern den nötigen Platz einräumten, unterstrich Minister Groschek: „Mit Speck fängt man Mäuse.“

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