Mülheim a. d. R.

  • Kreisfreie Großstadt im westlichen Ruhrgebiet
  • Gehört mit rund 170.00 Einwohnern zur Metropolregion Rhein-Ruhr

Die Stadt Mülheim an der Ruhr führt seit Ende des Jahres 2012 den Masterplan Spielen und Bewegen durch. Ziel des Projektes ist es, die Stadt zu einem lebenswerten Raum für alle Generationen weiterzuentwickeln. Die vielfältige Stadtstruktur soll mit alternativen Spielflächen, wie z.B. Naturspielräumen, für Groß und Klein erlebbar werden. Eine wichtige Säule des Masterplans ist die Beteiligung der Nutzerinnen und Nutzer in allen wichtigen Phasen des Planungsprozesses. Bis zum Sommer 2015 arbeiteten verschiedene Bereiche der Stadtverwaltung gemeinsam an Ideen und Plänen für generationsübergreifende Frei- und Freizeiträume und deren Vernetzung. Der Masterplan Spielen und Bewegen wurde im Sommer des Jahres 2015 fertig gestellt und im Dezember 2015 von der Stadt beschlossen.

Zu diesem Zeitpunkt wurde außerdem der Mülheimer Teilabschnitt des Radschnellwegs Ruhr RS1 eröffnet. Der fünf Kilometer lange und sechs Meter breite Rad- und Fußweg verläuft von der Brücke Reuterstraße bis zum Mülheimer Hauptbahnhof. Die ehemalige Trasse „Rheinische Bahn“ soll im Endausbau auf einer Gesamtlänge von 21 Kilometern von der Universität Essen über den Hauptbahnhof Mülheim bis zum Rheinpark Duisburg führen. Der RS1 bietet gute Voraussetzungen für die selbständige Mobilität von Kindern und Jugendlichen. Auch Kinderstadtteilpläne, die bereits für neun Teilbereiche der Stadt vorliegen, helfen den jungen Bewohnern, sicher und selbständig von A nach B zu gelangen.

In verschiedenen Projekten, darunter im Großprojekt Ruhrbania Ruhrpromenade, haben unterschiedliche Bereiche der Stadtverwaltung bereits zusammengearbeitet und dabei aktiv Kinder und Jugendliche beteiligt.

Im Rahmen des Masterplans Spielen und Bewegen hat die Stadt Mülheim in den letzten Jahren viele Ideen und Pläne für generationsübergreifende Frei- und Freizeiträume erarbeitet. Die Teilnahme an der Kampagne „Mehr Freiraum für Kinder – ein Gewinn für alle!“ bietet ideale Voraussetzungen, nun ein entsprechendes Umsetzungskonzept für die nächsten fünf Jahre zu erarbeiten. Damit möchte die Stadt generationsübergreifend Wohn-, Freizeit-, Frei- und Arbeitsräume zukunftsorientiert für Fußgänger und Radfahrer auf eigenen Trassen (neu-) erschließen und miteinander vernetzen.

Dazu gehört zum Beispiel, das fertige Teilstück des RS1 und die weitere Verlängerung des Radschnellweges nach Duisburg für Kinder und Jugendliche durch sichere Vernetzung mit den Wohnquartieren zu erschließen.

Der Auftaktworkshop fand am 02. März 2017 in den Räumlichkeiten der Initiative für Klimaschutz e.V. in Mülheim an der Ruhr statt. Unter den insgesamt 24 Teilnehmenden waren neben den MitarbeiterInnen verschiedener städtischer Ämter sowie zwei Beraterinnen des Planungsbüros STADTKINDER auch drei MitarbeiterInnen der Mülheimer Initiative Klimaschutz e.V. sowie VertreterInnen aus weiteren relevanten Bereichen, u.a. Naturgarten e.v., Netz der Generationen und ein Mitglied des Jugendstadtrates.

Zunächst stellte Frau Bäumer vom Zukunftsnetz Mobilität NRW die Ziele und Inhalte der Kampagne vor. Im Anschluss daran zeigte Frau Lehmann vom Planungsbüro STADTKINDER eine anschauliche Präsentation mit möglichen Inhalten und Themenfeldern der Kampagne, die in Mülheim umgesetzt werden könnten.

Mit diesem Input widmeten sich die Teilnehmenden dann der Umgestaltung des Platzes am Löhberg in der Mülheimer Innenstadt. An einer Stellwand kamen viele kreative Ideen zur möglichen zukünftigen Nutzung des Platzes zusammen, vom mobilen Sandkasten über einen Kunstkiosk und Sitzmöglichkeiten für Jugendliche bis zu einem Bücherschrank und Kästen mit Spielgeräten zum Ausleihen. Der Platz soll sich in einen Treffpunkt und Aufenthaltsort für alle Generationen verwandeln. Damit die BürgerInnen ihre eigenen Ideen zur Neugestaltung des Platzes einbringen können, sammelten die Teilnehmenden verschiedene Strategien zur Beteiligung.

Im zweiten Teil des Workshops erarbeiteten die Teilnehmenden in Kleingruppen Ideen zum Thema „Spielen in der Innenstadt“. In allen drei Gruppen ballten sich die festgehaltenen Punkte vor allem um das Rathaus, die Alte Post/das Museum und das Forum. Dort sind bereits viele Spielpunkte vorhanden, jedoch merkten alle Gruppen an, dass diese bisher nur wenig miteinander vernetzt sind. Es entstanden auch verschiedene Ideen, die für die jungen BewohnerInnen der Stadt noch mehr Anreize zum Spielen im Freien schaffen können, z.B.: Eine Spielstraße vor dem Museum, ein Treffpunkt für Jugendliche, Möglichkeiten zum Bolzspiel auf der Straße und in der Fußgängerzone sowie ein Museumshof mit Spielplatz und Café.

Am 14. Mai 2017 gibt es in der Mülheimer Innenstadt einen verkaufsoffenen Sonntag. Auf dem Platz am Löhberg soll eine Aktion zur Beteiligung der BürgerInnen an der Neugestaltung des Platzes stattfinden. Das konkrete Verfahren wird in einer kleineren Gruppe weiter ausgestaltet und vorbereitet.

Bei der weiteren Gestaltung der Innenstadt werden die Ergebnisse aus der Kleingruppenarbeit einfließen. Insbesondere der Fokus auf einem Spielkonzept für die Innenstadt, in dem vernetzte Strukturen und größer dimensionierte Spielflächen integriert werden, soll weiter verfolgt werden.

Mülheim: Gestalte unser Plätzchen

Beim Auftaktworkshop der Stadt Mülheim wurde beschlossen, den Löhbergplatz in der Mülheimer Innenstadt umzugestalten und ihn in einen Treffpunkt und Aufenthaltsort für alle Generationen zu verwandeln. Wichtig war dabei: Bürgerinnen und Bürger sollen sich an der Neugestaltung beteiligen können. Deshalb fand im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags am 14.05.2017 die große Beteiligungsaktion „Gestalte unser Plätzchen“ statt.

Akteure der Klima Initiative und des Dortmunder Planungsbüros STADTKINDER luden große und kleine Besucherinnen und Besucher dazu ein, ihre Ideen einzubringen.

Das konnten sie auf verschiedenen Wegen tun: Auf einem Metaplan prangte die Frage: „Wie kann dieser Platz schöner werden?“. Ohne großen Aufwand konnten dort im Vorbeigehen unterschiedliche Altersgruppen ihre Ideen aufschreiben. Wer seine Ideen lieber kreativer zum Ausdruck bringen wollte, konnte sie auch auf eine Plangrundlage aufmalen. Noch anschaulicher wurde es am Aktionstisch: Dort konnten die Besucher mithilfe von Plastillin und anderen Materialien ihre Gestaltungsvorschläge für den Platz bauen und dreidimensional darstellen.

Es entstand eine Vielzahl an kreativen Vorschlägen und Ideen. Sie reichten von Spielmöglichkeiten wie einem bespielbaren Brunnen und einer Wippe über Sitzmöglichkeiten und Holzliegen bis zu Fahrradständern und Außengastronomie. Ein besonders wichtiger Punkt: Es soll grün und bunt werden! Viele Bewohner wünschen sich Bäume, Stauden und bunte Blumen und meinen: „Wir haben genug Steine in der Innenstadt!“.

Hier können Sie die gesamte Dokumentation zur Beteiligugnsakton in Mülheim ansehen.

Hier finden Sie außerdem einen Zeitungsbericht der WAZ.

 

Der Verstetigungsworkshop fand am 06.12.2017 in den Räumen der Klimainitiative Mülheim statt. Unter den insgesamt zehn Teilnehmenden waren Frau Hauf vom Bildungsnetzwerk Innenstadt sowie VertreterInnen der Stadtverwaltung, u.a. vom Amt für Grünflächenmanagement und vom Amt für Kinder, Jugend und Schule.

Frau Bäumer vom Zukunftsnetz Mobilität NRW sowie Frau Hüls und Frau Schulte vom Planungsbüro STADTKINDER standen den Teilnehmenden beratend zur Seite.

Zunächst begrüßte Frau Hüls die Anwesenden und warf einen Blick auf die Qualitätsziele, die beim Auftaktworkshop im Jahr 2017 als besonders wichtig erachtet wurden. Im Anschluss betrachteten die Teilnehmenden die aktuell laufenden Projekte und hielten Vereinbarungen zur weiteren Vorgehensweise fest.

Dabei ging es u.a. um die folgenden Themen:

•    Platz an der Wallstraße

Das Konzept zur Umgestaltung des Platzes ist fertig. Eine große Beteiligungsaktion wurde im Mai durchgeführt. Viele Anregungen und Ideen der BürgerInnen finden sich bald im Innenstadtkonzept wieder.

•    Eppinghofen Spielumfeld

Auf dem Schulhof der Grundschule im Dichterviertel soll ein Kita-Neubau entstehen. Dadurch entfallen wichtige Spielflächen. Durch die Neuordnung soll auch die Verkehrssicherheit im Umfeld der Grundschule verbessert werden, u. a. durch Aufwertung der Gehwege und Pflanzenrückschnitt.

•    Spielen in der Innenstadt

Es gibt viele verschiedene Ideen und Interessen zum Thema Spielen in der Innenstadt. Die Durchführung von Spielaktionen in der Innenstadt würde für die Kinder eine Aufwertung des Wohnumfeldes bedeuten. Die vielen Ideen sollen geprüft und eventuell in Handlungskonzepte aufgenommen werden.

Hier gibt es das Konzept der Stadt Mülheim a. d. R. zum Download

Stadt Mülheim an der Ruhr Referat Umwelt, Planen und Bauen

Klaus Beisiegel

Hans-Böckler-Platz 5

45468 Mülheim an der Ruhr

Tel.: 0208 / 455-6002

Email: klaus.beisiegel@muelheim-ruhr.de