„Spielplätze sind unattraktiv“

Im Zeitraum von März 2013 bis Oktober 2015 hat das Freiburger Institut für angewandte Sozialwissenschaft e.V. im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerkes die Aktionsräume von Kindern in fünf mittelgroßen deutschen Städten untersucht. Der Soziologe Peter Höfflin, einer der Autoren der Studie Raum für Kinderspiel!, erklärt in diesem Interview die Ergebnisse und ihre Folgen. Spiel- und Bewegungsräume weichen in Städten nicht nur immer öfter dem Verkehr, Kinder finden die vorhandenen Spielräume, ganz besonders Spielplätze, oft auch unattraktiv: zu klein, zu schlecht ausgestattet, zu langweilig.
Und dabei ist das selbständige Spielen ohne Aufsicht der Eltern besonders wichtig für Kinder. Das zeigt ein weiteres Ergebnis der Studie: Ein ungünstiges Wohnumfeld, das wenig Raum für freies Spielen und Bewegen bietet, wirkt sich negativ auf die Entwicklung hin zu einer „autonomen“ Kindheit aus. Deshalb fordert Höfflin, Spielräume bei der Stadtplanung nicht einfach verschwinden zu lassen, sondern genau zu prüfen, ob sie bei Um- und Neubaumaßnahmen erhalten bleiben können – und Ersatz zu schaffen, wenn das nicht der Fall ist.
Ideen und Anregungen, die zeigen, wie man Kindern attraktive Freiräume bieten kann, finden Sie hier.

Foto © pixplosion  / pixelio.de

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