Studie: Kinder in der Schweiz spielen immer weniger im Freien

Nur zwei von drei Kindern können in der Schweiz unbeaufsichtigt draußen spielen – zu diesem Ergebnis kam Ende 2016 eine Studie im Auftrag von Pro Juventute. Demnach ist die Zeit, die Kinder im Freien verbringen, seit den 1970er Jahren kontinuierlich gesunken. Aus drei bis vier Stunden unbeaufsichtigtem Spiel im Freien pro Tag wurden bis heute nur noch durchschnittliche 32 Minuten. Jedes dritte Kind kann sogar gar nicht draußen spielen oder nur unter der Aufsicht von Erwachsenen.

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Ausschlaggebend, dass Kinder draußen spielen können, sind die Beschaffenheit des unmittelbaren Wohnumfelds und die Möglichkeit für Interaktion und Kontakt mit Gleichaltrigen.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kam auch eine im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerks in Deutschland durchgeführte Studie. Laut der Studie hängt die Zeit, die Kinder draußen mit dem Spiel verbringen, maßgeblich von den Aktionsraumqualitäten im Wohngebiet ab.
Sowohl das Deutsche Kinderhilfswerk als auch Pro Juventute fordert deshalb, dass in der Raum- und Stadtentwicklung die Bedürfnisse der Kinder nach Freiräumen in ihrer Wohnumgebung ernst genommen und stärker berücksichtigt werden.

Gute Beispiele für eine kinderfreundliche Stadtplanung finden Sie in der Rubrik Ideen finden sowie bei den Partnerkommunen der Kampagne „Mehr Freiraum für Kinder. Ein Gewinn für alle!“.

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